Schwermetalle und Umweltgifte

Toxine in Luft, Wasser, Erde und Mensch ?! 

Es gibt auf der Welt schätzungsweise inzwischen etwa 12 Millionen chemische Substanzen, von deren Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt kaum etwas bekannt ist. Nur 1500 dieser Stoffe werden im Zusammenhang der Arbeit mit ihnen in der MAK-Liste (maximale Arbeitsplatzkonzentration) für gefährliche Arbeitsstoffe aufgeführt.*a)

Schwermetalle existieren seitdem es die Erde gibt. Erst mit der Zivilisierung kam der Missbrauch und machte den Menschen krank. Nicht nur mit der Entsorgung von Schwermetalle kann unser Organismus vor einer großen Herausforderung gestellt sein, sondern auch mit der  Entsorgung von Umweltgiften, wie z.B. Schadstoffe in Luft, Wasser, Boden, Nahrung, Zigaretten.

Die häufigsten Umweltgifte

Eine US- Umweltorganisation und Green Cross Schweiz hat eine Liste mit den häufigsten Umweltgiften veröffentlicht.

Blei
Quecksilber
Chrom
Arsen
Pestizide
Radionukleide

Sechs gefährlichste Umweltgifte 2015

Ob ein Mensch an einer „schleichender Vergiftung“ erkranken kann, hängt m.E. neben eines übersäuerten Milieus, Genetik, Vorerkrankungen (Reizdarm, Leaky-Gut), Psyche und von der Konzentration der toxischen Belastung abhängen. Ihre Beteiligung an Krankheiten wird von der WHO auf ca. 60 – 70% geschätzt. Langzeitstudien hierüber gibt es bis heute nicht ausreichend, da sich chronisch schleichende Vergiftungen mit Schwermetallen und Umweltgiften im menschlichen Körper oftmals schwierig nachzuweisen sind. Nur akute Vergiftungen lassen sich im Blut gut nachweisen, da sie frisch im Blut zirkulieren. Die Vergiftung kann jedoch auch länger zurückliegen und sich bereits im Knochen (typisch bei Blei) oder anderen Arealen im Körper (z.B. dem Bindegewebe, Gehirn) angereichert haben, welches die Diagnostik für nicht spezialisierte Therapeuten schwierig macht.


Amalgamkrieg seit dem 18Jh.

Das bekannteste Schwermetall, das seit dem 18. Jahrhundert in der Diskussion steht, weil es gravierenden Schäden im menschlichen Organismus verursachen kann, ist das Metall Quecksilber (Hauptbestandteil von Amalgam). Neben Amalgam stehen weitere Zahnmetalle in der Kritik, zum Beispiel Palladium (teilweise in Goldfüllungen enthalten).

Geht man davon aus, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens zwölf Plomben im Mund hat oder hatte, entspricht das ein Volumen von drei bis vier Gramm Quecksilber. Würde man einem Menschen diese Menge reines Quecksilber spritzen, wäre dieses tödlich.


Quecksilber und Pilze lieben sich 

Bedenklich ist nicht das Amalgam an sich, denn es liegt in einer festen Metallstruktur vor. Problematisch wird es erst, wenn es erhitzt wird beim entfernen und über die giftige Dämpfe eingeatmet wird oder durch Säuren (wie Fruchtsäure, Apfelessig) gelöst und im Körper zu Methylquecksilber umgewandelt wird. Mit Hilfe von Bakterien und Pilzen, die unseren Körper bewohnen, wird versucht die Vergiftung abzuwehren. Davon macht man in der Metallindustrie z.B. Gebrauch, denn zur Metallgewinnung werden Schimmelpilze hinzugefügt werden, denn diese binden die Metallionen an sich. Anschließend werden sie abgetötet, um dann das Reinmetall zu haben.

Praxiserfahrungen zeigten, dass bei immer wiederkehrenden Pilzinfektionen (beispielsweise Darmpilz wie Candida Albicans, Nagel-/Fußpilz) oftmals eine starke Quecksilberbelastung vorlag.

Über die Lymphbahnen werden Gifte abtransprotiert, zuvor wurden sie weitergeleitet in die Organe, die für die Entgiftung zuständig sind (darunter Leber, Galle, Niere, Darm). Gelangen Toxine ins Gehirn, kann es dort das limbische System (Gedächtnis, Sitz der Emotionen, Schlaf-Wach-Zyklus) beschädigen. Zudem kann es die Zirbeldrüse, die Hypophyse und den Hypothalamus, die wichtigsten Regel- und Steuerzentren des Hormonsystems und somit sämtliche Funktionen des Körper beeinträchtigen. Betroffen können auch die endokrinen Drüsen wie die Bauchspeicheldrüse (Produktionsort für Insulin), Schilddrüse und Geschlechtsdrüsen werden.

Bis sich Vergiftungssymptome entwickeln, dauert es allerdings eine lange Zeit. Deswegen bringt man Symptome nicht gleich damit in Verbindung.


Symptome können sein:

  • Konzentrationsstörungen
  • Extreme Müdigkeit, Schweregefühl, Antriebslosigkeit
  • Wortfindungsstörungen und Vergesslichkeit (!)
  • Schwindel, Schusseligkeit
  • Metallischer, schlechter Geschmack im Mund
  • Aufgeblähter Bauch
  • Hautprobleme
  • Benommenes Gefühl
  • Knacken, Pressen, Knirschen des Kiefers sowie Verspannungen des Kieferknochens
  • Herzbeschwerden
  • Kalte Hände und Füße
  • Häufiges Urinieren
  • Gliederschmerzen
  • Muskelzittern und allgemein müde Muskeln
  • Ständig verstopfte Nase


Erkrankungen, die in der Naturheilkunde mit Schwermetallbelastung in Verbindung gebracht werden:

  • Neurodermitis oder andere chronisch Hauterkrankungen (Gift will über die Haut raus)
  • Magen-Darm-Erkrankungen wie Divertikel, Morbus Crohn, chronische Magenschleimhautentzündungen (Reizung der Schleimhäute)
  • Demenz, Parkinson
  • Allergien (Quecksilber greift das Immunsystem an)
  • Blasen- und Nierenstörungen (Quecksilber will über die Nieren raus)
  • Chronische Nasen-Nebenhöhlenentzündung (Nasensprayabhängigkeit)
  • Asthma und chronische Lungenerkrankungen

Cave: Mobilisiert man mehr Metalle, als ausgeschieden werden können, dann kann es zum Rückstau kommen (Toxinkrise).

 

*a) http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/gremien/senat/arbeitsstoffe/mak_bat_werte_liste.pdf

 

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