Made in Germany – Heilendes „Unkraut“

Brennnessel

Überall wuchert sie. Als „Unkraut“ steht sie im Weg und tut weh, wenn man mit ihr in Berührung kommt. Aber die Brennnessel ist auch ein wissenschaftlich anerkanntes Heilmittel. Bereits Paracelsius und Hildegard von Bingen erkannten vor mehreren hundert Jahren ihre entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung. Erwiesen ist, dass die Brennnessel Arthrose, Arthritis, Prostatabeschwerden und Blasenprobleme lindert sowie entzündliche Darmerkrankungen positiv beeinflussen kann. Auch als natürliches Pflanzendüngemittel wird sie gerne im Bioanbau verwendet. Die stinkende Brennnesseljauche ist ein guter und günstiger Ersatz für chemischen Dünger.

Aufgrund ihrer zahlreichen Vitalstoffe kann man die Brennnessel hervorragend als Tee oder im Smoothie genießen. Sie enthält viel Chlorophyll, Carotinoiden und Lutein. Auch lebenswichtige Mineralien wie Kieselsäure, Kalium, Kalzium und Eisen wurden ihr in die Wiege gelegt. Medizinische Bestandteile der Brennnesselpflanze sind Phytosterole, verschiedene Säuren und Flavonoide. In den Brennhaaren befinden sich wertvolle Stoffe wie Serotonin (Glückshormon) und antientzündliche sowie antiallergische Stoffe. Selbst in den Wurzeln sind große Mengen von Stoffen enthalten, die der Körper sehr gut gebrauchen kann. Darunter fallen zum Beispiel Lectine, Steroide oder Lignane. Ganz tief im Inneren der Pflanze versteckt sich das gute Silizium (Kieselsäure), das bei mir in der Praxis einen großen Stellenwert in der Entgiftung hat. Neben der Entgiftung können wir mit Brennnessel auch unser Gewebe entschlacken und unser Bindegewebe straffen. 

Trotz dieser vielfältigen Vorzüge und Anwendungsmöglichkeiten wird die Brennessel jedoch immer noch bekämpft und mit Chemikalien regelrecht „weggeätzt“. Aber die Natur ist schlauer als der Mensch und zeigt auch in diesem Fall wieder ihre Stärke, denn die Brennnessel lässt sich nicht so leicht unterkriegen und strotzt durch ihre Wurzelkraft, indem sie immer wieder unaufhaltsam aus dem Boden schießt.

Löwenzahn

Kleingärtner betrachten Löwenzahn ebenso wie die Brennnessel als ein störendes „Unkraut“ – und dennoch zeigt er sich immer wieder. Man könnte fast meinen, dass er das mit Absicht  tut, um auf sich aufmerksam zu machen. Ernten wir den Löwenzahn regelmäßig, statt ihn zu entsorgen, werden wir mit strahlender Gesundheit und Energie belohnt. Denn Löwenzahn entlastet unseren Leberstoffwechsel, hilft bei Verdauungsproblemen und hat eine äußerst wohltuende Wirkung auf Milz, Bauchspeicheldrüse, Magen und Galle. Dafür sorgen die in ihm enthaltenen Bitterstoffe. Müdigkeit, Trägheit und Antriebslosigkeit ist häufig ein Zeichen von Überlastung der Leber.

Unsere Leber ist heutzutage so gefordert wie nie. Die Toxine (wie Abgase, Medikamentenrückstände), mit denen wir konfrontiert werden, müssen über die Leber verstoffwechselt und über Niere und Darm auch wieder ausgeschieden werden. Es ist unglaublich spannend, dass die Natur uns gerade die beiden Wundermittel Löwenzahn (Leber) und Brennnessel (Niere) in großer Menge zur Verfügung stellt. Hören wir Mutter Natur doch einfach mal zu – wir brauchen nur zugreifen!

Neben Urtinkturen aus der Apotheke gibt es bereits in fast jedem Biomarkt oder im Internet frischen Löwenzahn als Pulver. Man kann es wunderbar zum Salat oder zu Smoothies hinzufügen.

X