Illusion & Realität – DMT und unsere Zirbeldrüse

Was ist Realität? Welche Funktion hat die Zirbeldrüse? Welchen Einfluss hat der Botenstoff DMT auf unsere Vorstellungskraft? Was ist Bewusstsein? Wer oder was ist „Gott“? Mit all diesen Fragen beschäftigen sich Forscher, Wissenschaftler und Philosophen seitdem der Mensch denken kann.

Was ist das Bewusstsein?

Das Bewusstsein setzt sich zusammen aus den Fähigkeiten Sinnenreize und Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und in eine Handlung umzusetzen. Diese komplexen Abläufe steuern zentrale Schaltstellen in unserem Gehirn, z.B. bestimmte Drüsen die Botenstoffe ausschütten (wie Serotonin, Dopamin, DMT). Der Thalamus ist das Tor zum Bewusstsein. Er ist unser Bewertungszentrum. Er entscheidet, was in unser Bewusstsein hinein darf und was nicht. Dieses ist u.a. davon abhängig, ob man eine Information/ Reiz ablehnt oder annimmt (Prinzip „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht“). Lehnt man es ab, z.B. weil man bequem ist, wird der Reiz nicht weitergeleitet. Somit schränkt man seinen Horizont ein. Je mehr man sich im Sicherheitsbedürfnis und der Ablehnung befindet, desto eingeschränkter wird der Horizont. Je mehr man Verantwortung (z.B. an Gott oder einen Arzt) abgibt, desto weniger erweitern wir unser Bewusstsein. Man wird träge im Geiste.

Hinterm Horizont gehts weiter…

Um diesen Horizont zu erweitern gibt es verschiedene Gedächtnisareale im Gehirn. Diese werden vor allem durch Erziehung und das Schulsystem ausgebildet. Durch die üblichen Methoden des Lernens befinden sich die Menschen jedoch überwiegend im semantischen Gedächtnis. Jenes Gedächtnis, welches über die kognitiven Fähigkeiten (= Verstand) funktioniert. So wird uns oftmals recht früh antrainiert nach Automatismen und Denkmuster zu leben. Diese formen die „Wirklichkeit“ und die „Realität“. Jedoch gibt es weitere Gedächtniszentren in unserem Gehirn, z.B. das episodische Gedächtnis. Dieses speichert alle Erfahrungen ab, die uns emotional geprägt haben („Schule des Lebens“). Deshalb sind diese Erfahrungen immer intensiver abgespeichert, als z.B. das auswendig gelernte 1×1. Mit jeder neu gemachten Erfahrung schafft man neue Bahnen im Gehirn. Diese Bahnen bilden das neuronale Netzwerk. Ein gut ausgeprägtes neuronales Netzwerk zu haben bedeutet, Dinge schnell und ganzheitlich miteinander zu verknüpfen. Man versteht Informationen besser, weil man nicht einseitig (nach Denkmustern oder Lehrbücher) denkt, sondern facettenreich. Je mehr Erfahrungen man macht, desto stärker bildet man das neuronale Netzwerk aus. Je weniger Erfahrungen wir machen, desto mehr rosten diese Bahnen ein im Gehirn. Hier hört der Horizont auf.

Was ist Realität und was Illusion?

Ungefähr 20% unserer alltäglichen Handlungen steuern wir über unser Bewusstsein (z.B. die erlernten Denkmuster). Etwa 80% jedoch über unser Unterbewusstsein. Nun liegt es nahe, dass sich die „wirkliche Realität“ eigentlich in unserem Unterbewusstsein befindet oder? Zugang zu diesem Unterbewusstsein ermöglichen wir uns durch die Vorstellungskraft. Jene Kraft, die Berge versetzen kann. Die Vorstellungskraft wird u.a. erzeugt über den körpereigenen Botenstoff DMT. Dieser Botenstoff wird in der Zirbeldrüse produziert. Es ist der Stoff aus dem die Träume gemacht werden. Er wird in der Nacht ausgeschüttet (Tiefschlafphasen) oder aber durch Trance, Meditation oder bestimmte Frequenzen (z.B. binaurale Beats). Man kann DTM auch von außen zuführen, z.B. indem man DMT-haltige Heilkräuter raucht oder das schamanische Heilmittel Ayahuasca trinkt.

Es ist in unseren Breitengrade verboten, in anderen Ländern wird es jedoch erfolgreich in Ritualen/ Zeremonien als Heilmittel eingesetzt. Es sorgt dafür, dass man während des Rituals Erkenntnisse empfängt, die zum Heilungsprozess beitragen (z.B. Auflösung von Traumatas). Erkenntnisse, die nichts anderes sind als Visionen. Visionen, die nichts anderes sind als Halluzinationen. Halluzinationen, die nichts anderes sind als Illusionen. Nur das falsche „wording“ versperrt uns den Zugang zu einem höheren Bewusstsein, denn es erzeugt Angst. Angst bedeutet immer Aktivierung des „Flucht-Reflexes“.

Die Zirbeldrüse?

Sie sitzt in der Mitte unseres Gehirns und steuert alle ihr untergeordneten Drüsen (Bewusstseinsareale). Hierüber kann man sich dann kreativ vorstellen was man will. Ob man sich schlank, schön, erfolgreich oder gesund wünscht oder an einen Gott im Himmel oder den Propheten Mohammed glaub, ist egal. Es ist zu vergleichen mit einem Placebo. Nur die Vorstellungskraft, der Glaube an etwas verhilft uns eine Illusion (= Vision) in die Realität umzusetzen. Somit besteht jedoch auch die Gefahr einer Wahnvorstellung. Die Wahnvorstellung entsteht jedoch nur dann, wenn ein Mensch nicht dort abgeholt wird, wo er steht (Mangel an Empathie von außen/ „nicht gesehen werden“). Helfen tut uns hier die Validation.

Trance und DMT

Durch jeden Trance-Zustand wird DMT produziert. Tanzen zur elektronischer Musik (bestimmte Frequenzen) und Trommelrhythmen haben derzeit das höchste Potential in ein Trancezustand zu kommen. Auch das ursprüngliche Beten oder Singen von Gebeten sollte den Menschen einst in Trance-Zustände versetzen und ihn das Tor zum erweiterten Horizont öffnen (= Gott nahe sein).

Unsere Zirbeldrüse gilt als „drittes Auge“, mit dem man Erleuchtung erlangt. Heutzutage befindet sie sich bei der Masse in einem Dornröschenschlaf. Nicht nur, dass ihre Funktion ab dem 40.Lj beträchtlich abnimmt, sondern sie verkümmert nachweislich (aufgrund von Verkalkung und Toxinen), so dass sie nur noch ein kleines jämmerliches Etwas und der Mitte unseres Gehirns ist. Deshalb werden die Menschen wie Roboter. Ihre Bahnen rosten ein, die neuronalen Netzwerke sind nicht mehr miteinander verknüpft.

Rituale mit DMT-haltigen Substanzen gab es schon immer und es gibt es noch heute (vor allem im Amazonasgebiet). Sie werden nicht nur bei individuellen Heilungszeremonien eingesetzt, sondern auch bei universellen, z.B. Unruhen im Volke, um die soziale Ordnung wieder her zu stellen oder bei Naturkatastrophen, um sich mit Mutter Erde zu verbinden und sie friedlich zu stimmen.

Welchen Einfluss die Zirbeldrüse noch auf unseren Körper, unseren Geist und auf unsere Gesundheit hat, erfährst Du in diesem Workshop am 14.1.2016 von ALTBEWÄHRT.

https://www.facebook.com/events/1260325534029214/

Alles Liebe,

Carolin

 

 

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COMMENTS ( 3 )

  • Ein toller Beitrag, der viele Aspekte, die du in deinem Vortrag, dem ich beiwohnen durfte, beleuchtet und wiedergibt. Als ein Mensch auf der Suche nach seinem „Ich“ und „Über-Ich“ empfinde ich die alternative Medizin und östliche Kultur als Gewinn für solche Prozesse. Ich freue mich auf weitere Beiträge und untersützte diese Sache! Ein kleiner Hinweis von mir, sehr wohlwollend zu verstehen: Da diese Beiträge einen wissenschaftlichen Beitrag darstellen, finde ich es als Liebhaber der Sprache wichtig, die Beiträge zuvor Korrektur lesen zu lassen. Es finden sich dann doch hier und da gewisse Fehlerchen, die einer Authentizität eines solchen Beitrags nicht gerecht werden. Dafür würde ich mich gerne anbieten 🙂 Ich würde mich freuen, auf die ein oder andere Weise ins Gespräch zu kommen und hoffe auf ein Wiedersehen im Januar.

    Viele liebe Grüße,

    Chris

    • Oh man danke Chris! Ja dafür, dass ich grad noch alleine auf weitem Feld unterwegs bin, freue ich mich echt über JEDE Hilfe! Danke! Hab es noch mal korrigiert.Komme sehr gern auf dein Angebot zurück und melde mich! Ganz LG

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