Intestinale Autointoxikation

Intestinale Autointoxikation – Selbstvergiftung des Darms

„Das Blut des Darmkranken ist stets mit Giftstoffen verunreinigt.“ – F.X. Mayr

Bei der intestinalen (=vom Darm ausgehenden) Autointoxikation (=Selbstvergiftung) spielen Darmbakterien und nicht genügend verdaute Nahrung eine große Rolle. Bei der Zersetzung von aufgenommener Nahrung werden im Darm durch Bakterien Stoffe frei, die zur Zersetzung dienen. Wird die Nahrung nicht vollständig zersetzt, kann sie für einen längeren Aufenthalt im Darm bleiben und der Darm in seiner Peristaltik (Weitertransport der Nahrung) gehemmt sein.


Wie kommt es zu Ablagerungen in den Darmwänden?

Bei jeder Aufnahme von Toxinen (z.B. Pestizide) wird als Schutzmechanismus vom Körper die natürliche Schleimbildung angeregt (körpereigene Entgiftung). Somit können Toxine nicht eindringen in den Körper, da die Darmschleimhaut eine Abwehrfront bildet. Mit jeder erneuten Aufnahme von Toxinen, wird die erneute Schleimbildung angeregt. Die Sekrete der Galle und Bauchspeicheldrüse regulieren die Schleimschicht normalerweise. Aufgrund einer Übersäuerung (z.B. durch erhöhte Magensäure-produktion aufgrund von Stress) können die ursprünglich basischen Säfte der Galle (pH 8) sauer und auch das Bauchspeicheldrüsensekret den PH-Wert ändert . Somit können die Sekrete die Schleimhaut ggf. nicht mehr vollständig abbauen und die Schleimschichten können verhärten. Das ist das was die Naturheilkunde unter dem Wort „Schlacken“ im Darm verstehet.

Leichengift?

Bei einer verminderten Peristaltik wird der Darminhalt nur noch schleppend weitertransportiert und somit besteht eine verlängerte Aufenthaltszeit der Nahrung im Darm, was zusätzliche Gifte produziert. Zu den Giften zählen hier Zersetzungsgifte, Essigsäure, Fuselalkohole, Ammoniak, Gärstoffe, Fäulnisprodukte wie Putreszin, Neurin, Indikan oder Cadaverin (Leichengift). Nicht nur im Darm gibt es Ablagerungen, sondern Bekannterweise auch in den Gefäßen (Arteriosklerose), was das Risiko für einen Verschluss und Herzinfarkt massiv erhöht.

Riechen kann man die Bildung solcher Gifte oder Fäulnisprodukte über den Kot (z.B. scharf, säuerlich) oder durch stark riechende Furze. Durch Gasbildung, z.B. ausgelöst durch den Hefepilz Candida Albicans, kann es zu Ausstülpungen an der Darmschleimhaut kommen (Divertikel). Ebenso kann das Risiko für Polypen, Fisteln, Reizdarm, Darmentzündungen mit daraus resultierender Milieustörung, die ins chronische Stadium übergehen kann. Da bis zu ca. 80% unseres Immunsystems im Darm sitzen, ist der enorme Anstieg von chronischen Entzündungen und erworbene Allergien zu einem beträchtlichen Teil hierauf zurück zu führen.

Antibiotika

Kommt es obendrein noch zu weiteren Eingriffen in das Immunsystem, z.B. durch  Breitbandantibiobiotika, dann kann dieses weitere Komplikationen mit sich ziehen, denn es können somit wichtige Bakterien, die die Gifte verstoffwechseln, fehlen. Bereits die leichteste Reizung der Darmschleimhaut (z.B. Allergene) kann die Bildung von erneutem Schleim anregen, womit zwar die Schädigung der Darmschleimhaut verringert wird, aber die Aufnahme der notwendigen Nährstoffe über die Darmschleimhaut abnimmt. Eine mögliche Folge ist, dass sich vermehrt freie Radikale bilden und die Radikalfänger (=Antioxidantien) nicht zu ihren Zielorten gelangen und es zu oxidativen Stress im Zellstoffwechsel kommen kann.


Symptome, die mit einer intestianalen Autointoxikation einhergehen können:

  • Blähungen (übel riechend), Blähbauch („Luft im Bauch“ ohne abgehende Winde)
  • Verstopfungen/ Durchfall
  • Verdauungsstörung (Essen liegt schwer im Bauch)
  • intermittierende Bauchschmerzen
  • Missmut, Depression, Gereiztheit, Nervosität, Erregbarkeit, Weinerlichkeit
  • Zungenbelag (!), Mund- und Körpergeruch
  • Schwindel, „Maddeligkeitsgefühl“ morgens nach dem Aufstehen
  • schnelle Erschöpfung, Antriebslosigkeit, starke Müdigkeit
  • Rückenschmerzen (vor allem im LWS-Bereich), Gelenkschmerzen, allgemeiner Ganzkörperschmerz
  • Ekzeme, Neurodermitis, Psorisasis, Akne

CAVE: Hier sollte unbedingt systematisch entgiftet werden und in KEINEM FALLE irgendwelche „Detox-Mittel“ ausprobieren. Können mobilisierte Gifte durch Toxinbinder (z.B. Chlorella) nicht ausgeschieden werden, sammeln sich weitere Gifte im Darm und die Schleimhautstörung kann weiter voranschreiten (Leaky Gut = Löcher im Darm).

Erfahre mehr über die 5R-Methode.

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