Natürliche Entzündungshemmer

Myrrhe

Myrrhe gehört zu den ältesten Heilmitteln der Menschheit. Im Mythos von der Geburt Jesus Christus brachten schon die Heiligen Drei Könige Weihrauch, Myrrhe und Gold als wertvolle Geschenke zur Geburt mit. Myrrhe wurde also bereits vor 2.000 Jahren gleichgesetzt mit Gold! Sie besteht aus an der Luft gehärtetem Gummiharz, das aus verschiedenen Myrrhebaum-Arten durch Anschneiden der Stämme und Zweige gewonnen wird. Wichtige Inhaltsstoffe sind ätherisches Öl, Harz sowie Bitter- und Gerbstoffe. Myrrhe wirkt wie ein Schutzfilm für die Schleimhäute im Magen-Darm-Trakt. Darüber hinaus besitzt sie desinfizierende und die Gewebeneubildung anregende Eigenschaften. Außerdem hat sie eine hemmende Wirkung auf Pilze (zum Beispiel Hefepilze/Candida Albicans und Schimmelpilze/Aspergillus Niger) sowie auf Entzündungen. Ähnlich wie Kamille wirkt sie krampflösend.

Myrrhe ist wirksam bei:

  • Magenschleimhautentzündung
  • Darmkrämpfen
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis-Ulzerosa, Morbus Cron
  • Mykose (Pilzinfektion)
  • Reizdarmbeschwerden
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit Durchfall
  • Blähungen

Besonders in Kombination mit Weihrauch entfaltet Myrrhe ihre volle Wirkungskraft.

Weihrauch

Erste Aufzeichnungen über Weihrauch fanden sich vor mehr als 3.000 Jahren im Gebiet um den Nil herum. Schon im alten Ägypten wurden die Körper von toten heiligen Königen oder Pharaonen vor der Mumifizierung unter anderem mit Weihrauch-Öl einbalsamiert, um sie zu konservieren. Denn: Weihrauch hält nicht nur böse Geister und negative Energien fern, sondern hat auch eine ganz besonders entzündungshemmende Eigenschaft und verhindert Fäulnisprozesse. Somit verwundert es nicht, dass er einen hohen Stellenwert hatte und genauso wertvoll wie Gold war. Die alten Ägypter nannten die Harzperlen den „Schweiß der Götter“. Nicht nur äußerlich vertreibt Weihrauch böse Geister, er hält uns auch innerlich Erreger und krankmachende Keime vom Leib.  

Durch die moderne Medizin die Entwicklung antibiotischer Medikamente geriet Weihrauch zunehmend in Vergessenheit. Heute jedoch entdecken immer mehr Forscher die heilende Wirkung wieder. Die primär wirksamen Inhaltsstoffe des Weihrauchs sind die Boswelliasäuren. Sie besitzen ein ganz bestimmtes Schlüsselenzym, das die körpereigenen Entzündungsprozesse beeinflusst. Neueste Studien weisen zudem darauf hin, dass es dEinfluss auf ie Replikation und Translation der DNA hat und so kaputte Zellen reparieren sowie den ursprünglichen Gen-Code neu programmieren kann.

Da Weihrauch in vielen Teilen der Erde erfolgreich in der Medizin angewandt wird, ist es verwunderlich, dass er hier in Deutschland kaum Verwendung findet. Er könnte Cortison und Antibiotika erfolgreich ersetzen. Zudem wurden Studien veröffentlicht, dass Weihrauch in einigen Fällen auch Krebs, Demenz, Rheuma, Asthma und ähnliche Krankheiten lindern oder vielleicht sogar heilen könnte.

Der afrikanische Weihrauchbaum enthält die am stärksten wirksamen Boswelliasäuren. Allerdings werden immer noch unwissentlich zahlreiche dieser Bäume zu einfachem Brennholz verarbeitet und ihre Existenz ist zunehmend bedroht.

Kurkuma

Kurkuma ist in Indien und China eine heilige Pflanze gegen Volkskrankheiten. Indische Heiler sagen, Kurkuma schenke Kraft und Vitalität und verleihe der Haut einen sanften Schimmer. Äußerlich wie innerlich wirkt es entzündungshemmend. Auch in Deutschland findet Kurkuma vermehrt Anwendung in der Alternativmedizin gegen Krankheiten wie Arthrose, Krebs, Diabetes und Alzheimer. Immer mehr Studien zeigen überaus starke entzündungshemmende und antioxidantive Eigenschaften.

Es gibt nicht viele Mittel in der Natur, die fähig sind, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Kurkuma ist eines davon! Derzeit wird in einer umfangreichen Studie untersucht, ob Kurkuma Alzheimer verzögern oder gar heilen könnte. Dadurch, dass der Wirkstoff direkt ins Gehirn dringt, könnten die Entzündungen am Nervengewebe auch direkt vor Ort gestoppt und Eiweißplaques aufgelöst werden.

Außerdem enthält es viel Vitamin B6. Dieses Vitamin ist (neben Vitamin B12 und Folsäure) für den Homocysteinspiegel von zentraler Bedeutung. Wird der Homocysteinspiegel immer niedrig gehalten, haben Sie gute Chancen, nicht nur einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Demenz zu umgehen, sondern auch Krampfadern zu vermeiden. So wurde bewiesen, dass Kurkuma die Aktivierung von NF-kappaB verhindern kann. NF-kappaB ist ein Proteinkomplex, der mit vielen Krankheiten in Verbindung gebracht wird.

Kurkumin wirkt über einen weiteren Mechanismus zellschützend: Es festigt die Membranen der Körperzellen und erhöht damit deren Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern.

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