Sex, Tantra, Ekstase – Die Kunst der Hingabe und des Loslassens 

Schon mal was von Tantra gehört? Oder sogar schon mal gemacht? Oder schon mal mit Kamasutra beschäftigt? Schon mal davon gehört einen Organsmus hinaus zu zögern, statt ihn eilig herbei zu wünschen? Was in vielen Kulturen als Ritual für Trance und Hingabe galt, um Gott (=Erleuchtungszustand) nahe zu sein und die höchste Form der Erleuchtung zu erlangen, wird in unseren Kulturkreisen oft innerhalb von wenigen Minuten erledigt. 

In der Schule wird uns beigebracht wie man den Dreisatz berechnet, nicht aber wie man sich in Loslassen und Hingabe übt. Dabei sind dies die wohl wichtigsten Erkenntnisse des Lebens, denn sie haben Einfluss auf unsere Emotionale Kompetenz und somit der kompletten Lebensqualität. Sexualkunde und die Erforschung des eigenen Körpers ist der westlichen Kultur eher fremd, welches auch zu jener Entfremdung zu sich selbst und den Menschen untereinander führte. 

Im Hinduismus oder auch Buddhismus ist die Lehre von Hingabe, Befriedigung und Körpergefühl ein fester Bestandteil des Sanskrit (Sammlung religiöser mündlicher Überlieferungen) aus dem 1200 v. Chr. Die Bedeutung und die dahinter stehenden Elemente der Heilung , wurden jedoch von dogmatischen Glaubenssätzen (z.B. Mönch werden) und Beziehungsmustern aus religiösen Aspekten (z.B. Moslems -> als Jungfrau in die Ehe) eher zu Nichte gemacht.

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Was ist Tantra?

Tantra ist ein spiritueller Weg, der im Gegensatz zu den meisten anderen spirituellen und religiösen Richtungen die sexuelle Energie nicht ablehnt oder als etwas „niederes“ sieht, sondern zutiefst bejaht. Das Ziel tantrischer Rituale und Praktiken ist eine ganzheitliche Lebenshaltung, die Spiritualität und Sexualität verbindet und zur Erkenntnis der höchsten Wirklichkeit führt. Es ist einer der direktesten Wege zur Erleuchtung.

Tantra ist Entschleunigung. Hier lässt man sich Zeit. Es ist eine Art sexuelle Meditation, in der man innerhalb von Stunden eine Energie erzeugt, die so mächtig sein kann, als würde man Gott persönlich begegnen. Diese Energie, die auf höchsten Ebenen eine Offenbarung ist, nennt man Kundalini-Energie. Sie wird u.a. erzeugt durch das Berühren von erogenen Körperzonen (sog. Triggerpunkte), das bloße Betrachten des Gegenübers (sich wahrnehmen und spüren) über einen längeren Zeitraum, welches einen in bedingungsloser Liebe üben lassen soll, ebenso durch das Hervorrufen eines mentalen Orgasmus bis hin zu dem immer intimer werdenden Spiel zwischen den Liebenden. Eine Steigerung dieser Energie kann durch Musik unterstützend wirken. 

Während des Prozesses baut sich die Energie immer stärker auf, so dass sie jenen Trance-Zustand hervorrufen kann. Durch den immer schneller werdenden Atem, wird die Kalium-Pumpe angeregt und die Bluthirnschranke geöffnet. Somit können Endorphine herausströmen, die dafür sorgen, dass man in andere Bewusstseinszustände (auch Ekstase genannt) gelangt und die gewohnten Bahnen der alltagsgeprägten Verstandesebene (= „Realität“) verlässt.

Dieser Zustand beinhaltet auch das Erforschen seiner männlichen oder weiblichen Energie. Indem zwei Körper miteinander verschmelzen, während die Kundalini Energie frei fließt, entfaltet sich unser hormonelles Zentrum. Ein Zentrum, welches durch den Einfluss von Antibabypille, Hormonen und herkömmlichen/ westlichen Lebensstil eine massive Störung hat. Hormonstörungen tragen zur unvollständigen physischen und psychischen Regeneration von geprägten Erlebnissen (z.B. Traumata) bei. Ein hormonelles Gleichgewicht hat Einfluss darauf, dass sich ein Mensch in Vollkommenheit mit seinen männlichen und weiblichen Anteilen befindet (Ying und Yang). Das Potential quasi voll ausschöpft. Statt Potentialentfaltung scheint die Tendenz jedoch dahin zu gehen, dass sich oftmals weder Mann noch Frau über diese sexuelle Energie richtig bewusst sind. Wie auch, es hat uns niemand beigebracht, da es eher zu den Tabuthemen gehört(e). 

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Nicht nur, dass viele Menschen keinen/ wenig Lust auf Sex haben, z.B. bei Frauen oft durch den Einfluss der Antibabypille, sondern auch, dass seit einigen Jahren Errektionsprobleme bei Männern stark zugenommen haben, was möglicherweise auf den unterschwelligen Leistungsdruck des Mannes zurückzuführen ist und auf die Problematik des Loslassenkönnens. Befindet man sich überwiegend im Verstand (re. Gehirnhälfte, die den männlichen Anteilen von Logik und Analytik zugeordnet wird) statt sich der Gabe des Fühlens (li. Gehirnhälfte, weibliche Elemente) hinzugeben, erschwert es die Problematik des Nichtloslassenkönnens. Auch eine Trübung der Wahrnehmung während des Geschlechtsaktes ist  möglich, womit man dann nicht ganz eindeutig zuordnen kann ob es ihr/ ihm gefällt, weil man es nicht spürt. Hinzu kommen mögliche Kommunikationsschwierigkeiten, dass dem anderen vorenthalten wird, was man gern mag und die Phantasie lieber Phantasie bleibt, falls man überhaupt eine Phantasie hat und weiß was man will (wichtige Voraussetzung hierfür ist seinen Körper zu kennen). Auch ein vermehrter Konsum von Alkohol, Rauchen, Genussmitteln kann langfristig zu einer Entgleisung der Potenz führen. Je öfter man Zustände wie solche erfährt, desto mehr Versagensängste können möglicherweise ausgelöst werden, so dass es „chronisch“ wird. Auch bei Frauen entstehen Versagensängste, wenn sie unter Schmerzen leiden, weil z.B. ihr Scheidenmilieu nicht stabil ist und sich Erreger absetzen können (Herpesvirus, Bakterien, Pilze etc.). In beiden Fällen empfehle ich eine Entgiftung, denn das Scheidenmilieu ist z.B. auch vom Darm-Milieu abhängig (Sitz des Immunsystems). Ebenso wird die Potenz des Mannes u.a. vom Aminosäurestoffwechsel gesteuert. Sollte dieser gestört sein, leidet der „kleine Freund“ massiv darunter (klassisch: Argininmangel).

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Kleine Problemchen im Bett kennt man schon seit Urzeiten und sie sind kein Grund gänzlich darauf zu verzichten oder sich zu schämen. In einigen Ländern, die ich zu meinen Forschungszwecken bereist bin, gehören Aphrodisiaka zum Alltag der Menschen und auf jeden Fall in die Hausapotheke. Die Liste an natürlichen Aphrodisiaka ist endlos lang und besonders vielfältig. Beide Geschlechter können davon profitieren, denn es steigert nicht nur die sexuelle Lust und die Potenz, sondern unterstützt den erwähnten Trance-Zustand/ Ekstase zu erreichen. Jener Zustand, der einem ermöglicht Alltagsprobleme zu vergessen, loszulassen, sich hinzugeben, zu entspannen und in eine andere Ebene des Bewusstseins zu kommen. Und je tiefer man in diese Ebene des Bewusstseins kommt, desto tiefer ist man mit sich und der Welt verbunden und hat die Möglichkeit auf die Verknüpfung neuer neuronaler Netzwerke und erschafft sich somit eine Flexibilität des Geistes, welche die wohl wichtigste und höchste Form der Erleuchtung ist. Man könnte diesen Zustand auch einfach Lässigkeit nennen.

Wer mehr wissen will, kann einen Tantrakurs besuchen oder eine Tantramassage buchen (für die Boys sogar mit Prostatamassage = allerdings ca. 300€) oder sich einfach ein Buch aus dem Internet bestellen und üben mit dem Menschen seiner Wahl. Es kann frischen Wind in eine langjährig bestehende Beziehung hineinbringen oder bei Menschen mit Beziehungsunfähigkeit oder Problemen Nähe zuzulassen eine heilsame Wirkung hervorrufen.

Feel Spaß 😉
Alles Liebe
Eure Caro

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