Traditionelle europäische Medizin

4-Elementenlehre 

Nach der Vier-Elemente-Lehre besteht alles Sein in bestimmten Mischungsverhältnissen aus den vier Grundelementen bzw. „Essenzen“ oder „Wurzelkräften“ Feuer, Wasser, Luft und Erde als Prinzipien des „Glühend Verzehrenden, Flüssigen, Gasförmigen und Festen“.

Humoralpathologie

= griechisch-lateinisch: ‚Feuchtigkeit‘, ‚Körpersaft‘, ‚Leibessaft‘

Diese Lehre stammt aus der Antike. Es ist die Lehre von den Körpersäften. Diese sind den Primärqualitäten zugeordnet: heiß, kalt, feucht und trocken. Diese sind wiederum den vier Körpersäften zugeordnet: Gelbe Galle, Schwarze Galle, Blut und Schleim. Diese sind abhängig vom Konstituionstyp, der aus der Humoralpathologie stammt. Die Theorie besagt, dass Schmerzen an bestimmten Stellen im Körper verschwinden, wenn man das Übermaß an verdorbenen Säften (Schlacken) ableitet.

Gegründet wurde diese Methode von Hippokrates von Kos (griech. Arzt, ca. 460–370 v. Chr.). Leider hat sie sich zur damaligen Zeit nicht bewährt in der Medizin, da sie aufgrund ihrer fehlender Struktur zu kompliziert umzusetzen war, deshalb geriet sie in Vergessenheit.

Temperamentenlehre

Sie ist ein von der antiken Humoralpathologie abgeleitetes Persönlichkeitsmodell, das Menschen nach ihrer Grundwesensart kategorisiert und somit den Elementen zugeordnet ist.

Klostermedizin

Über eine Zeit von etwa 400 Jahren, vom 8. bis ins 12. Jahrhundert, lag die medizinische Versorgung in Europa fast ausschließlich in den Händen von Nonnen und Mönchen. Mit dem Aufkommen der ersten medizinischen Universitäten wie der Schule von Salerno begann der langsame Abstieg der Klostermedizin.

Hildegard von Bingen

Sie beschreibt die Krankheitsentstehung entsprechend der antiken Vorstellung der Säftedyskrasie

„Wenn die vorgenannten Säfte im Menschen die richtige Ordnung und das rechte Maß bewahren, so befindet er sich in Ruhe und in körperlicher Gesundheit. Haben sie sich aber in Gegensatz zueinander gestellt, dann machen sie ihn hinfällig und krank.

Den vier konstitutionsbedingenden Säften, die bei Hildegard allerdings andere Namen tragen als in der von der Antike bis in die Neuzeit gängigen Humoralpathologie, entsprechen die vier Elemente, mit denen der Mensch untrennbar verbunden ist.

„[…] liefern die Elemente, wie sie die ganze Welt zusammenhalten, ebenso auch den Zusammenhang für den menschlichen Körper. Ihre Ausbreitung und ihre Pflichten verteilen sie im Menschen so, dass er von ihnen immerfort im Gang erhalten wird, ebenso wie die Elemente auch durch die ganze übrige Welt ausgebreitet sind und wirken. Feuer, Luft, Wasser und Erde sind im Menschen, und aus diesen besteht er.“

(Quelle: Wikipedia)

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